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Squirting – Weibliche Ejakulation verstehen & erleben

Squirting – für manche ein erotisches Highlight, für andere ein Mysterium. Die weibliche Ejakulation sorgt seit Jahren für Diskussionen: Ist es normal? Kann das jede Frau? Und was genau passiert dabei?

Was viele nicht wissen: Früher galt es als völlig normal, dass Frauen ejakulieren können. Erst durch gesellschaftliche Tabuisierung und die Verengung des Sexualitätsbegriffs geriet das Wissen darüber in Vergessenheit. Inzwischen entdecken immer mehr Frauen (und Paare) dieses Thema neu – frei von Scham und mit Neugier.

In diesem Artikel erfährst du, was Squirting ist, wie es funktioniert und warum es höchste Zeit ist, dieses Tabu zu brechen.

Was ist Squirting?

Squirting bezeichnet das Austreten von Flüssigkeit aus der Harnröhre während sexueller Erregung oder beim Orgasmus. Diese Flüssigkeit stammt nicht (nur) aus der Blase, sondern wird von den Skene-Drüsen produziert, die auch als „weibliche Prostata“ bezeichnet werden.

Wichtig:

Die Flüssigkeit ist kein „Urin“, auch wenn sie über die Harnröhre austritt.

Konsistenz und Menge können stark variieren – von wenigen Tropfen bis hin zu deutlich sichtbaren Flüssigkeitsmengen.

Schritt-für-Schritt zum Squirting (allein oder mit Partner:in)

1. Erregung aufbauen
Beginne mit Streicheln, Küssen oder Masturbation.

Viele Frauen benötigen starke Erregung, bevor Squirting möglich wird.

2. G-Punkt-Stimulation
Der G-Punkt liegt etwa 3–5 cm an der Vorderwand der Vagina (in Richtung Bauchdecke).

Mit gebogenen Fingern („Komm her“-Bewegung) oder speziellen G-Punkt-Toys rhythmisch und druckvoll massieren.

3. Druckgefühl zulassen
Kurz vor dem Squirting spüren viele ein starkes Druck- oder Harndranggefühl.

Nicht anspannen oder zurückhalten! Atme tief und entspanne Beckenboden und Bauch.

Lasse die Flüssigkeit einfach kommen – es ist Teil des Prozesses.

4. Positionen ausprobieren
Allein: Rückenlage mit gespreizten Beinen oder leicht erhöhte Hüfte.

Mit Partner: Missionarsstellung (mit Fingern oder Toy) oder Doggystyle mit zusätzlicher G-Punkt-Stimulation.

5. Kombiniere mit klitoraler Stimulation
Viele Frauen erreichen leichter den Punkt des Loslassens, wenn G-Punkt- und Klitorisstimulation kombiniert werden.

Squirting in der Geschichte – Warum es in Vergessenheit geriet

Historisch gesehen war weibliche Ejakulation lange Zeit bekannt und akzeptiert.

Schon in alten medizinischen Schriften (z. B. von Hippokrates) und in der Tantra-Tradition wurde sie beschrieben.

Im europäischen Mittelalter und in der frühen Neuzeit sprachen Ärzte und Philosophen offen darüber.

Doch mit der Sexualmoral des 18. und 19. Jahrhunderts und der zunehmenden Pathologisierung weiblicher Lust verschwand das Wissen.

Frauen sollten keine aktive Sexualität haben, Lust wurde kleingeredet, und damit verschwand auch das Wissen über Squirting.

Erst in den letzten Jahrzehnten wird Squirting durch Sexualforschung und die Sex-Positiv-Bewegung wieder offen thematisiert.

Kann jede Frau squirten?

Viele Sexualforscher:innen sagen: Ja – zumindest theoretisch.

Die Fähigkeit zu squirten hängt weniger vom „Können“ ab als von Entspannung, Vertrauen und Technik.

Manche Frauen erleben es spontan, andere erst nach gezieltem Üben oder durch bestimmte Reize.

Wichtig:

Nicht jede Frau empfindet Squirting als Ziel – und das ist vollkommen in Ordnung.

Es ist kein „Muss“, sondern eine mögliche Ergänzung der sexuellen Erfahrung.

Warum Squirting enttabuisiert werden sollte

Squirting ist kein „Trick“ oder Pornophänomen, sondern ein natürlicher Teil weiblicher Sexualität. Indem wir darüber sprechen, nehmen wir Frauen die Scham, sich selbst und ihren Körper zu erforschen. Die Sex-Positiv-Bewegung zeigt: Lust gehört gefeiert – in all ihren Facetten. Ob Squirting Teil deiner Sexualität wird oder nicht: Es geht darum, Möglichkeiten zu kennen und selbst zu entscheiden.

Squirting war früher selbstverständlich, bevor es gesellschaftlich verdrängt wurde. Heute holen wir dieses Wissen zurück – und damit ein Stück weibliche Selbstbestimmung und sexuelle Freiheit.

Wenn du neugierig bist, sprich mit deinem Partner/deiner Partnerin darüber, probiere es ohne Druck aus und finde heraus, was dir Lust bereitet. Denn am Ende gilt: Sexualität ist so vielfältig wie wir selbst – und Squirting ist nur eine von vielen Möglichkeiten, sie zu erleben.

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